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Historisches Seminar

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Am Historischen Seminar der Universität Hannover wird das Fach Geschichte in seiner ganzen Breite gelehrt. Dazu gehören die Teilgebiete Alte, Mittelalterliche, Frühneuzeitliche und Neue Geschichte, eingeschränkt auch Ur- und Frühgeschichte. Das Schwergewicht liegt auf der Geschichte der Neuzeit. Geographisch stehen Deutschland und West- und Osteuropa sowie aus der außereuropäischen Welt Afrika und Lateinamerika im Mittelpunkt.

Inhaltlich richtet sich der Blick besonders auf Sozialgeschichte, Kultur- und Mediengeschichte. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Regional- und Lokalgeschichte, die in besonderem Maße praxisnah betrieben wird. Geschlechtergeschichte, Entwicklungsländerforschung und internationale Beziehungen sind Besonderheiten des Fachbereichs Geschichte, Philosophie und Sozialwissenschaften, die von mehreren Instituten gemeinsam getragen werden.

Studieninhalte

Das Studium gliedert sich im Regelfall in ein vier- bis fünfsemestriges Grundstudium und ein etwa gleichlanges Hauptstudium, dem die Prüfungsphase folgt. Die Mehrzahl der Studierenden strebt einen Magisterabschluß an. Hierzu wird Geschichte mit einem weiteren Hauptfach oder zwei Nebenfächern kombiniert. Traditionell bedeutungsvoll ist in Hannover die Ausbildung für das Lehramt an Gymnasien, Realschulen und berufsbildenden Schulen. Geschichte kann auch als Nebenfach in Diplomstudiengängen wie beispielsweise Geographie oder im Seniorenstudium belegt werden.

Fremdsprachen

Im Magister- und in den Lehramtsstudiengängen sind zwei Fremdsprachen erforderlich. Kenntnisse in Latein sind wünschenswert. Verpflichtend ist es für Studierende im Schwerpunkt Alte Geschichte oder Mittelalterliche Geschichte im Magisterstudium und für das Lehramt an Gymnasien und Realschulen. Fehlende Lateinkenntnisse können an der Universität nachgeholt werden.

Praxisnahe Ausbildung

Mit Exkursionen, berufspraktischen Veranstaltungen und Praktika können sich die Studierenden am Historischen Seminar eine solide Berufsbasis erarbeiten, die durch viele außeruniversitäre Kontakte der Lehrenden und durch Praxisveranstaltungen vor Ort ergänzt wird. Die Lehrenden und Studierenden pflegen regelmäßige Austauschkontakte zu europäischen und außereuropäischen Universitäten.

Berufsfelder

Für Historiker und Historikerinnen bieten sich Arbeitsfelder im gesamten kulturellen und politischen Spektrum an bis hin zur Wirtschaft. Ehemalige Studierende arbeiten an Schulen und Hochschulen, in Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, im Dokumentations-, Archiv- und Bibliothekswesen, im Journalismus und Verlagswesen, bei Museen oder im Auswärtigen Dienst.