Zwischen gestern und morgen (1947)
Kurze Inhaltsangabe
Der Film „Zwischen gestern und morgen" beginnt mit verschiedenen Einstellungen von Hausruinen im zerstörten München. In diese Stadt kehrt der im Jahre 1938 in die Schweiz emigrierte Zeichner und Karikaturist Michael Rott zurück. Nach seiner Ankunft auf dem Münchner Hauptbahnhof steigt er in dem halbzerstörten Palast-Hotel ab, in dem er schon früher gewohnt hat. Der Hotelbesitzer Ebeling begegnet Rott mit offener Ablehnung, denn er hält ihn für den Dieb eines wertvollen Schmuckes, den die Jüdin Nelly Dreyfuß am 22. März 1938 Rott zur Weitergabe an ihren Ex-Mann anvertraut hatte.
In einer Rückblende erinnert sich Rott an die Vorgänge dieses Tages. Er liebte damals die Studentin Annette Rodenwald, mit der er den Abend im Hotel verbrachte. Noch in der gleichen Nacht mußte er Annette verlassen und in die Schweiz fliehen, weil er sich durch eine Karikatur politisch unbeliebt gemacht hatte und verhaftet werden sollte.
Am nächsten Tag trifft Rott Annette im Hotel wieder. Er erfährt von ihr, dass sie zwei Jahre nach seinem plötzlichen Verschwinden Ebelings Frau geworden ist.
In einer zweiten Rückblende schildert Ebeling die Vorgänge des 22. März 1938 aus seiner Sicht. An diesem Tag traf Nelly Dreyfuß im Hotel ihren Ex-Mann, den Schauspieler Alexander Corty, von dem sie sich unter dem Druck der politischen Verhältnisse hatte scheiden lassen, um seine Karriere nicht zu gefährden. Da es Corty finanziell nicht gut ging, bat sie an jenem Abend Rott, Corty nach ihrer Abreise am folgenden Tag den Schmuck zu übergeben. Kurze Zeit später wurde ihre Anwesenheit im Hotel von einem hohen Parteifunktionär entdeckt. Nelly entzog sich der Verhaftung durch Selbstmord.
Rott entgegnet der Darstellung Ebelings, dass er den Schmuck vor seiner Flucht in den Briefkasten von Cortys Zimmer geworfen habe. Die Situation wird durch eine junge Frau namens Kat, mit der Rott sich angefreundet wird, dahingehend aufgeklärt, dass sie aus dem Jahr 1944 berichtet, als sie in der Bar des Hotels als Serviererin angestellt war und Corty ihr den Schmuck in Verwahrung gab. Bei einem darauffolgenden Bombenangriff auf München fand Corty den Tod. Kat hatte vor, den inzwischen geborgenen Schmuck mit Hilfe eines Schwarzmarkthändlers zu verkaufen, kann aber, als sie erfährt, wie wichtig der Schmuck für Rott ist, den Verkauf im letzten Moment verhindern und Rott mit Hilfe des Beweisstückes rehabilitieren.
Filmographie und Verleihinfos
| Regie: | Harald Braun |
| Produktion: | Neue Deutsche Filmgesellschaft, München |
| Produktionsleitung: | Walter Bolz |
| Buch: | Harald Braun, Herbert Witt |
| Kamera: | Günther Anders |
| Musik: | Werner Eisbrenner |
| Länge: | 3063 Meter |
| Uraufführung: | 11.12.1947, München |
| Darsteller: | |
| Viktor de Kowa | Michael Rott |
| Winnie Markus | Annette Rodenwald |
| Willy Birgel | Alexander Corty |
| Sybille Schmitz | Nelly Dreyfuss |
| Hildegard Knef | Mädchen Kat |
| Carsta Löck | Frau Gerti |
| Erich Ponto | Professor von Walther |
| Otto Wernicke | Ministerialdirektor Trunk |
| Adolf Gondrell | Dr. Weber |
| Viktor Staal | |
| Walter Kiaulehn |
Verleihinformation
Die Aufführungs- und Verleihrechte an Zwischen gestern und morgen liegen bei Kirch Media.
Bezugsquelle: Es besteht eine Sichtungsmöglichkeit in den Räumen des Kulturarchivs: http://www.kulturarchiv.de/