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Lehre & Forschung von Prof. Dr. phil. Helmut Bley

Forschungs- und Lehrschwerpunkte

  • Forschungen zur Afrikanischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts: Regionen südliches und östliches Afrika.

  • Drittmittelprojekte zur Sozial und Wirtschaftsgeschichte Afrikas seit der Weltwirtschaftskrise 1929

  • Friedens-und Konfliktforschung für das postkoloniale Afrika, Sozialgeschichte Südafrikas und Namibias

  • Afrika im Kontext von Weltgeschichte

Forschungsprojekte

1. Drittmittelprojekte Gesamtvolumen ca 2,5 Mill € + 1,5Mil € GTZ-Mittel


Gewaltverbrechen im südlichen Afrika: Kapstadt, Johannesburg und Salisbury, 1890-1947
Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Mitarbeiter: Dr. Robert Turrell
Förderung: DFG*Schwerpunktprogramm: "Transformationen der Europäischen Expansion vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Forschungen zur kognitiven Interaktion europäischer mit außereuropöischen Gesellschaften" (1994-96).

Anhand der Begnadigungsakten der Mordprozesse in Südafrika im Zeitraum von 1910-1960 wird die Sozialgeschichte des Gewaltverhältnisses zwischen Staat und überwiegend afrikanischer Bevölkerung untersucht.

Die spanische Influenza 1918-1919 im subsaharischen Afrika, Reaktionsmuster auf eine demographische Krise

Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Mitarbeiter: Jürgen Müller, M.A.
Förderung: DFG Schwerpunktprogramm: „Transformationen der Europäischen Expansion vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Forschungen zur kognitiven Interaktion europäischer mit außereuropöischen Gesellschaften“ (1994-96)

Die spanische Influenza, die weltweit wirkte, wird unter dem Aspekt analysiert, welche Antworten die Menschen im Kontext der kolonialen Situation und ihre Verunsicherungen auf Massensterben reagierten.

Veröffentlichungen: Müller, Jürgen: Die Spanische Influenza 1918/19. Der Einfluß des Ersten Weltkriegs auf Ausbreitung, Krankheitsverlauf und Perzeption einer Pandemie, in: Die Medizin und der Erste Weltkrieg, hrsg. v. Wolfgang U. Eckart u. Christoph Gradmann, Pfaffenweiler (Centaurus-Verlagsgesellschaft) 1996 (Neuere Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Quellen und Studien 3) S. 321-42; ders.: Patterns of reaction to a demographic crisis. The Spanish Influenza pandemic 1918-1919 in sub-Saharan Africa. A research proposal and preliminary regional and comparative findings. Kenya case study, Nairobi 1995 (Staff Seminar Paper No.6 (1994/95) University of Nairobi, Department of History) 18 Seiten; ders.: Marker und Beschleuniger der kolonialen Transformation. Regionale und komparative Hypothesen zur Spanischen Influenza in Afrika, in: Transformationen der europäischen Expansion vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, hrsg. v. Andreas Eckert u. Jürgen Müller, Loccum 1997 (Loccumer Protokolle 1/96)

Zu einer Alltags- und Sozialgeschichte des Schreibens und der Schriftlichkeit in Südafrika, 1890-1930
Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Mitarbeiter: Gesine Krüger, Sybille Küster, M.A., Frank Schubert, M.A.
Förderung: DFG Schwerpunktprogramm: „Transformationen der Europäischen Expansion vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. Forschungen zur kognitiven Interaktion europäischer mit außereuropöischen Gesellschaften“ (1997-99)

Das Projekt geht von der These aus, daß sich im Untersuchungszeitraum eine spezifische afrikanische Schriftkultur Schriftkultur findet, die nicht allein im Kontext „unvollständiger Alphabetisierung“, oder „zerstörter Oralität“ gedeutet werden kann.

Veröffentlichung: Küster, Sybille, Neither Cultural Imperialism. Nor Precious Gift of Civilization: African Education in Colonial Zimbabwe, 1890-1962, Hamburg-Münster 1994; Krüger, Gesine: Die Paßmarke im Archiv. Spuren einer Alltagsgeschichte nach dem Deutsch-Hererokrieg 1904-07, in: Periplus (1994) S. 95-104; Zu einer Alltags- und Sozialgeschichte des Schreibens und der Schriftlichkeit in Südafrika 1890-1930, in: DFG Schwerpunktprogramm, Papers und Protokolle des V. Kolloquiums in Blaubeuren, 10-12.11.1997; Dies./Andreas Eckert (Hg.), Lesarten eines Globalen Prozesses, Quellen und Interpretationen zur Geschichte der europäischen Expansion, Hamburg 1998

Die Afrikapolitik der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepblik Deutschland 1955-1990

Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Wiss. Mitarbeiter: Dr. Hans-Georg Schleicher, Dr. Ulf Engel, Inga Rost, M.A.
Förderung: Volkswagen-Stiftung (1994-97)

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Afrikakunde und dem Institut für politische Wissenschaft in Hamburg werden an ausgewählten Länderstudien Poli¬tikstile, Einflußtiefe und afrikanische Reaktionen auf die Afrikapolitik der beiden deutschen Staaten seit 1955 untersucht.

Veröffentlichungen: Ulf Engel, Hans-Georg Schleicher: Die beiden deutschen Staaten in Afrika, Hamburg 1998. Engel, Ulf/Schleicher, Hans-Georg: German-Zimbabwean Relations in the 1980s, in: Southern Africa Political Economy Trust Briefs, Harare 1996; Engel, Ulf/Schleicher, Hans-Georg: Afrikapolitik als Geheime Verschlußsache. Systemstabilisierung und Unterstützung des Befreiungskampfes durch das MfS der DDR, in: Außenpolitik ; Schleicher, Hans-Georg: Krisengebiete Afrikas. Zeitgeschichtlich-politikwissenschaftliche Einordnung der Afrika-Politik der DDR, in: Institut für Politik und Internationale Studien, hrsg. i. A. des BMVg, Krisengebiete Afrikas, München (im Erscheinen); ders.: Zur Politik der DDR gegenüber der zimbabwischen Befreiungsbewegung, in: Asien, Afrika, Lateinamerika 23.1 (1995) S. 11-27; ders./Schleicher, Ilona: The GDR and Liberation Struggle in Southern Africa, Harare 1999; dies.: Maschinenpistolen, Stahlhelme, LKW. DDR-Unterstützung für den bewaffneten Befreiungskampf, in: Namibia-Magazin, 6.2+3 (1995) S. 44-50. Inga-Dorothee Rost, Handlungsspielräume: Zwischen Anpassung und Autonomie. Die Bundesrepublik – verpaßte Profilierung, 1955-1965, in: Ulf Engel/Hans Georg Schleicher unter Mitarbeit von Inga-Dorothee Rost, Die Afrikapolitik der beiden deutschen Staaten – zwischen Konkurrenz und Koexistent 1950-90, Hamburg 1998 (im Druck); Peter Vale unter Mitarbeit von Inga-Dorothee Rost, beyond Convenience. Diplomacy and South Africa’s People, Johannesburg 1998.

Kriegsfolgen und Kriegsbewältigung in Afrika nach 1945

Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Wiss. Mitarbeiter: Dr. Axel Harneit-Sievers, Frank Schubert, M.A., Thorsten Meier, M.A., Dr. Gerhard Liesegang
Förderung: DFG und GTZ (1990-95)

Schwerpunkt: Militante Konflikte in der Dritten Welt; Fallstudien: Nigeria, Uganda, Mocambique; komparative Aspekte. Im Rahmen des Schwerpunktprogrammes der DFG zur Friedens- und Konfliktforschung wurden Länderstudien und vergleichende Analysen zur Sozialgeschichte des modernen Krieges im postkolonialen Afrika unter dem Aspekt untersucht, vor allem Probleme der Kriegsbewältigung und der Organisation der unmittelbaren Nachkriegszeit in den Blick zu nehmen. Voraussetzung dafür war, Kriegsintensität und Verlaufsformen genauer zu betrachten. Ein in diesem Rahmen von der GTZ gefördertes Unterprojekt (Frank Schubert) befaßt sich mit der Demobilsierung in Uganda.

Veröffentlichungen: Harneit Sievers, Axel: Kriegsfolgen und Kriegsbewältigung in Afrika: Der nigerianische Bürgerkrieg 1967-70, Hannover 1992, 287 S; Bley, Helmut: Was ist alt, was ist neu am Interventionsproblem?, in: Peripherie, 55/56 (1994) S. 8-19; Harneit-Sievers, Axel: Nigeria. Der Sezessionskrieg um Biafra. `Keine Sieger, keine Besiegten´ - eine afrikanische Erfolgsgeschichte?, in: Vergessene Kriege in Afrika, hrsg. v. Rolf Hofmeier u. Volker Matthies, Göttingen (Lamuv) 1992, S. 277-318; Harneit-Sievers, Axel: `Though tribe and tongue may differ, in brotherhood we stand´. Nationalismus, Ethnizität und Föderalismus in Nigeria, in: Nationalismus. Wege der Staatenbildung in der außereuropäischen Welt, hrsg. v. Ernst Bruckmüller, Sepp Linhart u. Christian Mährdel, Wien (Verlag für Gesellschaftskritik) 1994, S. 201-27; Harneit-Sievers, Axel: AIDS in Afrika. Sozio-kulturelle Faktoren und epidemiologische Dynamik am Beispiel Uganda, in: Medizin, Geschichte und Gesellschaft, Beiheft 3, hrsg. v. Wolfgang U. Eckert u. Robert Jütte, Stuttgart (Franz Steiner) 1994, S. 179-208; Harneit-Sievers, Axel: Selbsthilfe im Wiederaufbau nach einem Bürgerkrieg. Südostnigeria seit 1970, in: Afrika hilft sich selbst. Prozesse und Institutionen der Selbstorganisation, hrsg. v. Anna-Maria Brandstetter, Gerhart Grohs u. Dieter Neubert, Münster (LIT) 1994, S. 270-82; Harneit-Sievers, Axel: Sozialgeschichte des Bürgerkriegs in Mo¬sambik. Ein Workshop in Maputo, in: Afrika Spektrum 30.1 (1995) S. 85-92; Schubert, Frank: Uganda. Der schwierige Weg zum Frieden, in: Vom Krieg und Frieden. Kriegsbeendigung und Friedenskonsolidierung, hrsg. v. Volker Matthies, Bremen (Edition Temmen) 1995, S. 225-48.

Flucht und Exil in Afrika nach 1967: zur Reaktion internationaler Hilfsorganisationen auf Fluchtbewegungen, verdeutlicht am ostafrikanischen Beispiel
Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Wiss. Mitarbeiter: Thorsten Meier, M.A.
Förderung: Forschungsverbund Friedens- und Konfliktforschung in Niedersachsen Niedersächsisches Vorab der Stiftung Volkswagenwerk (1993-95)

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Flüchtlingsregime und Politiken im östlichen Afrika mit Schwerpunkt auf Kenia und die benachbarten Länder. Die letzten 30 Jahre werden u.a. dahin untersucht, wie sich die Realität insbesondere Jahrzehnte langen Flüchtlingslebens mit den Konzepten und Praktiken der internationalen Flüchlingshilfe und den politischen Interessenlagen des Aufnahmelan¬des verknüpft und vereinbarte.

Veröffentlichung: Meier, Thorsten: Was leisten die NGO, Internationale Flüchtlingshilfe in Afrika, in: Jahrbuch Frieden 1997, München 1996, S. 51-65

Freiwillige Repatrierung von Flüchtlingen in Afrika: eine komparative Untersuchung. Fallstudien Eritrea und Mocambique

Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Wiss. Mitarbeiter: Thorsten Meier, M.A., Freya Grünhagen, M.A.
Förderung: Forschungsverbund Friedens- und Konfliktforschung in Niedersachsen Niedersächsisches Vorab der Stiftung Volkswagenwerk (1996-98)

In beiden Fallstudien, Ländern mit langer Kriegs- und Fluchtzeit, werden die in der internationalen Diskussion als relativ vorbildlich angesehenen Rückführungsprogramme auf der Grundlage der Analyse von regionalen Fallstudien und Un¬tersuchung des Verhältnisses von offizieller Rhetorik und internen Analysen der NGOs ein Beitrag zum kritischen Diskurs von Not- und Flüchtlingshilfe erwartet. In Mocambique wird mit dem Historischen Seminar der Universität Maputo kooperiert, die teils mit unserer finanziellen Hilfe Dorfstudien zur Sozialgeschichte des Krieges in studentischen Forschungsprojekten betreiben.

Veröffentlichungen: Freya Grünhagen, „Offene Türen eingerannt.“ Das UN-Rückführungsprogramm für mosambikanische Flüchtlinge im Rückblick, in: afrika süd 5/97; Dies., Probleme und Chancen bei der Reintegration mosambikanischer Flüchtlinge inländliche Gebiete Mosambiks, in: „A Questao de Terras“, Seminar-Dokumentation von EPOG, KKM und WDF, 1997; Dies., Der ANC und der Transfer der Macht, IKO-Verlag (im Druck); Dies., „ANCUR will come“. The impact of war and foreign aid on peaseant life in Báruè, Manica Province. (im Druck); Dies., Vom Stürmen offener Türen und anderen Erfolgsstories. Kritischer Rückblick auf das UN-Repatriierungs- und Reintegrationsprogramms für mosambikanische Flüchtlinge 1993-96, in: Mosambik-Rundbrief 47; Thorsten Meier, Internationale Flüchtlingshilfe und afrikanische Flüchtlingsrealitäten am Horn von Afrika, in: Comparativ

KämpferInnen nach einem langen Krieg, Demobilisierung in Eritrea. Eine historische Untersuchung zur Sozialgeschichte des Krieges und zum Prozeß der Transformation von Konfliktpotentialen
Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Wiss. Mitarbeiter: Hartmut Quehl
Förderung: Niedersächsisches Vorab der Volkswagen-Stiftung,*Forschungsschwerpunkt Friedens-und Konfliktforschung (1996-98)

Exilerfahrung des ANC von Südafrika
Projektleiter: Prof. Dr. Helmut Bley
Wiss. Mitarbeiter Dr. Hans-Georg Schleicher
Förderung DFG 2001-2003
Veröffentlichung: Schleicher,H.G. Südafrikas neue Elite: Die Prägung der ANC-Führung durch das Exil, Hamburg 2004.
Netzwerk zur Dokumentation der Geschichte von antikolonialem Widerstand und der Befreiung in Namibia.
Förderung durch die GTZ Volumen 1,5 Mill€ seit 2001

Projekt in Verbindung mit dem Ministerium für Grundbildung in Namibia und der GTZ. Regierungsvereinbarung 2001. Das Netzwerk wird Dokumentation, Museumsarbeit, Veröffentlichungen  und Ausbildung für Archivare und Dokumentare und Forschungen zum Thema organisieren. Professor Bley und Dr. Schleicher sind die beratenden Gutachter.