Forschung zur Geschichte Afrikas

Das vorrangige Interesse der in Hannover betriebenen Forschung zur Geschichte Afrikas gilt den politischen, sozialen und kulturellen Parametern und Ausdrucksformen der afrikanischen Moderne, die sich im Geflecht dieser ungleichen, aber wechselseitigen Beziehungen in der atlantischen und (post)kolonialen Ära herausgebildet haben. Zeitlich stehen die Paradigmenwechsel und Epochenbrüche des „langen“ 19. und „kurzen“ 20. Jahrhunderts im Vordergrund; räumlich rücken vor allem Regionen im Westen (Senegambien, Mali, Burkina Faso, Ghana, Sierra Leone, Liberia) und Osten (Tansania, Kenia) in den Blick. Thematische Schwerpunkte sind politische und soziale Restrukturierungsprozesse (Territorialisierung, Grenz- und Gewaltregime, Ethnisierung, religiöser Wandel), die Veränderung von Produktionsweisen, Siedlungsformen und Mobilitätsstrukturen (Marktwirtschaft, Urbanisierung, Migration), Differenzierung und Individualisierung (Geschlechter-, Familien- und Generationsbeziehungen) sowie Selbst- und Weltsichten (Wissens- und Glaubenssysteme, Kulturpraktiken).

DISSERTATIONSPROJEKTE

Abgeschlossene Dissertationsprojekte

„Disparate Zukunftsvorstellungen. Kolonialbewegte Jugend zwischen der Weimarer Republik und dem Mandatsgebiet Südwestafrika“,

Datensatz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: http://d-nb.info/1159783918
Bearbeiterin: Dr. Susanne Heyn
Betreuerinnen: Prof. Dr. Brigitte Reinwald / Prof. Dr. Kirsten Rüther (Universität Wien)
Förderung: Hans Böckler Stiftung

„Afrikanische Initiativen zur Abolition an der Goldküste, 1841-1897. Die Einstellung lokaler Akteure zu Sklaverei und Sklavenhandel“, veröffentlicht als: „Von Sklaverei und Freiheit. Afrikanische Initiativen zur Abolition an der Goldküste (1841-1897) (Frankfurt/Main: Campus 2019)
Datensatz im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek: http://d-nb.info/1170358632
Bearbeiter: Dr. Steffen Runkel
Betreuer/innen: Prof. Dr. Brigitte Reinwald / Prof. Dr. Jan-Georg Deutsch (†), Universität Oxford
Förderung: DFG (Verbundprojekt „Nach der Sklaverei. Die Karibik und Afrika im Vergleich“)

"Traditions can be changed: Tanzanian nationalist debates around decolonizing ‘race’ and gender, 1960s-1970s”
Bearbeiter: Dr. des. Harald Barre
Betreuer/innen: Prof. Dr. Brigitte Reinwald / Prof. Dr. Mathias Bös (Institut für Soziologie, LUH)

 

 

Laufende Dissertationsprojekte

"Fachkräfte für die Entwicklung. Fortbildungskooperationen zwischen Ghana und den beiden deutschen Staaten, 1956-1976"
Bearbeiterin: Jana Otto, M.A.
Betreuerinnen: Prof. Dr. Birthe Kundrus (Universität Hamburg) / Prof. Dr. Brigitte Reinwald (Zweitbetreuung)

 

„Erwerbsstrategien und Wissensproduktion von Objekten der kolonialen Kamerun-Sammlung des Landesmuseums Hannover" (Arbeitstitel)

Bearbeiterin: Bianca Baumann, M.A.

Betreuerin: Prof. Dr. Brigitte Reinwald

Förderung: VolkswagenStiftung (Kooperationsprojekt: Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie Niedersachsens - PAESE)

https://www.postcolonial-provenance-research.com/

 

„Fragmente kolonialen Sammelns. Erinnerungskulturen zur Kamerun-Sammlung von Kurt Strümpell (1872-1947) im Museum und der mündlichen Überlieferung“ (Arbeitstitel)

Bearbeiterin: Isabella Bozsa, M.A.

Betreuerin: Prof. Dr. Brigitte Reinwald

Förderung: VolkswagenStiftung (Kooperationsprojekt: Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie Niedersachsens - PAESE)

https://www.postcolonial-provenance-research.com/


LAUFENDE FORSCHUNGSPROJEKTE

Knowledge for Tomorrow–Post-doctoral Fellowships in the Humanities in Sub Saharan and North Africa wird seit 2013 von der VolkswagenStiftung gefördert und von Prof. Brigitte Reinwald und Rahel Kühne-Thies koordiniert. https://www.vwfoundation-humanities.uni-hannover.de/


Anthropology and Contemporary Visual Arts from the Black Atlantic: between the Art Museum and the Ethnological museum in the Global North

Eine Serie von drei Internationalen Summer Schools (Dakar, Senegal – März 2019; Hannover, Deutschland - April 2020, and Salvador de Bahia, Brasilien - Juni 2021) gefördert von der VolkswagenStiftung.


Das Symposium „Dealing with Violence - Resolving Conflicts in Africa, Latin America and the Caribbean“ findet vom 29. September bis zum 1. Oktober 2021 im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen, Hannover statt.
Förderung: Volkswagenstiftung
Antragsteller*innen: Prof. Dr. Brigitte Reinwald, Afrikanische Geschichte, Historisches Seminar, Prof. Dr. Christine Hatzky, Lateinamerikanische Geschichte, Historisches Seminar, Prof. Dr. Wolfgang Gabbert, Kulturanthropologie/Soziologie, Institut für Soziologie.

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